Spannendes Experiment: Drei von Sinnen

Kürzlich habe ich im Schorndorfer Kino diesen 90-minütigen Film „Drei von Sinnen“ gesehen, in dem drei Freunde ein dreiwöchiges Experiment gemacht haben, das ein Kamera- und ein Ton-Mann dokumentiert haben: Das Trio ist zu Fuß und per Anhalter vom Bodensee an den Atlantik unterwegs, wobei jeweils für eine Woche einer nicht sprechen darf, nicht sieht und nicht hört.

Jeweils nach einer Woche werden die Handicaps getauscht, so dass am Ende jeder jede dieser drei massiven Beeinträchtigungen selbst erlebt hat. Der Film, den ich als DVD erworben habe und der bereits in meinem Freundeskreis zirkuliert, macht deutlich, wie schwierig die Kommunikation unter den drei Männern ist, weil etwa der Blinde und der Stumme sich fast nur über den Gehörlosen verständigen können, was diesen massiv fordert.

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Globalisierung: Wir sind eine große Familie

Seit Wochen wird mir dieses Video per Facebook immer wieder empfohlen. Und einige Male habe ich es dann auch angeschaut, weil es mich immer wieder neu berührt und inspiriert. Es ist solch ein Quatsch, in Ausgrenzungen und Gegensätzen zu denken und zu argumentieren. Wir alle sind Menschen, die sich in unseren Gefühlen und Sehnsüchten sehr ähnlich sind.

Um diese Gemeinsamkeit und Gemeinschaft zu kommunizieren, lade ich dieses Video über eine DNA-Analyse unter Studenten auch in meinem Blog hoch. Ich hoffe, das Barmherzigkeits-Gen und das der Solidarität und Verbundenheit findet sich auch bei all meinen Mitmenschen. Dann ist mir für unsere gemeinsame Zukunft nicht bange. Ohnehin sitzen wir alle in einem Boot.

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Erfrischender Humor mit Polt und Well-Brüdern

005 Well-Brüder in Schorndorf
Plausch mit zwei Well-Brüdern während ihrer Konzertpause in der Schorndorfer Stadthalle: Die SPD müsse in Bayern nach dem Vorbild der CSU eine eigenständige Partei werden, meinen die. FOTO: FROMM

Die Karten für den Auftritt von Gerhard Polt und den Well-Brüdern aus’m Biermoos, die ich 1985 in Wackersdorf gemeinsam erstmals live vor zehntausenden Kernkraftgegnern erlebt hatte, hatte ich bereits im Sommer gekauft. Und tatsächlich war deren Gastspiel in Schorndorf am Sonntag restlos ausverkauft.

Polt ist für mich nahezu brillanter denn je, wenn er als selbstgerechter bayerischer Landrat von seinen Deals mit dem Sparkassendirektor erzählt oder sich als indischer Priester vom Lokalradio interviewen lässt. Von den 15 Well-Geschwistern waren drei als Trio gekommen, das virtuos eine Vielzahl von Instrumenten im Stubenmusik-Sound spielte und dazu anarchistische Texte sang.

In der Pause, während zwei Well-Brüder ihre Instrumente stimmten, kam ich mit den Künstlern ins Gespräch und erwähnte, dass in Schorndorf nach der Nominierung von Martin Schulz als Kanzlerkandidat an einem Tag acht Bürger in die SPD eingetreten seien. So viele Mitglieder habe die SPD ja nicht mal in ganz Fürstenfeldbruck, meinte darauf der Musiker.

Unter SPD-Landeschef Florian Pronold sei die bayerische SPD komplett eingeschlafen, so Well, und seine Nachfolgerin Natascha Kohnen, die ebenso niemand kenne, werde daran nichts ändern. Es sei nach 1945 ein Fehler der bayerischen Sozialdemokraten gewesen, nicht auch eine eigenständige Bayern-SPD nach Vorbild der CSU zu gründen. „Das macht allein schon zehn Prozent“, so Well.

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Prominente Autorin für unser Online-Magazin

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Wird Autorin unseres im März 2015 gegründeten Online-Magazins: Ex-Sozialministerin Katrin Altpeter, die ab April Schulleiterin einer Altenpflegeschule wird. Diese Woche haben wir die Zusammenarbeit bersprochen. FOTO: STÜWE

Mit Katrin Altpeter hat die-Pflegebibel.de eine starke Partnerin gewonnen: Die 53-jährige Ex-Sozialministerin des Landes Baden-Württemberg wird regelmäßige Kolumnistin unseres Online-Magazins, das aktuell bundesweit pro Monat gut 20.000 Leserinnen erreicht, zu 80 Prozent Altenpflege-Fachkräfte und zu einem Fünftel Krankenschwestern und pflegende Angehörige.

Die Sozialdemokratin hat nach der Mittleren Reife in Waiblingen selbst Altenpflegerin gelernt, vier Jahre in dem Beruf gearbeitet und von 1990 bis 92 die Ausbildung zur Lehrerin in dieser Branche gemacht. Bis 2001 hat sie unterrichtet, war aber zwischendurch zwei Jahre Leiterin des ambulanten Pflegedienstes der AWO in Backnang.

1989 in die SPD eingetreten, saß die Mutter einer mittlerweile erwachsenen Tochter von 1994 bis 99 im Gemeinderat ihrer Heimatstadt Waiblingen, war von 2001 bis 2016 Landtagsabgeordnete und von 2002 bis 2006 Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion Rems-Murr. Von 2011 bis 2016 war Altpeter Arbeits- und Sozialministerin der grün-roten Landesregierung von Winfried Kretschmann.

Ab 1. April ist die Sozialdemokratin Leiterin der Altenpflegeschule des Berufsfortbildungswerks (bfw) des DGB in Stuttgart-Bad Cannstatt. In dieser Funktion kann sie sowohl über den konkreten Unterricht wie über die Bildungspolitik und vieles mehr in der Pflegebranche schreiben. „Das bekomme ich zeitlich gut hin“, lacht die Waiblingerin, deren Arbeitstage als Ministerin von 6 bis 23 Uhr sechs Tage die Woche gingen.

Zuvor geht sie aber nochmal für vier Wochen nach Dominica in Urlaub. Von dort stammt der Freund ihrer Tochter, der in Deutschland eine Koch-Ausbildung macht. Wir freuen uns auf ihre vielen Kontakte, ihr Wissen und ihre Themenvorschläge, die den Leserinnen der-Pflegebibel.de zu gute kommen werden.

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Mein Pladoyer für mehr soziale Gerechtigkeit

003 SPD-Parteibuch
Ich bekenne mich zur SPD und gerne zu einer „langweiligen Mitte“ mit langwierigen, komplexen Entscheidungsprozessen, weil ich unser Land für seine offene Gesellschaft liebe und wieder mehr soziale Gerechtigkeit will. FOTO: FROMM

Der Absturz der SPD bei der Landtagswahl 2016 im Südwesten auf knapp 13 Prozent hat mich dazu veranlasst, mich zu dieser Traditionspartei mit dem Markenkern der sozialen Gerechtigkeit wieder zu bekennen – und sie bei allen sich bietenden Gelegenheiten zu wählen. Meine Premiere ist deshalb die Bundestagswahl am 24. September.

Für diese Entscheidung war und ist nicht der Kanzlerkandidat ausschlaggebend, sondern mein Demokratieverständnis. Umso mehr hat mich am Sonntagabend Martin Schulz beeindruckt, der als Solist bei Anne Will den richtigen Ton traf und die Themen auf den Punkt brachte. Denn dem – politisch unkorrekt formulierten – „kleinen Mann“ mit dem „normalen Einkommen“ müssen wir alle wieder mehr Respekt entgegen bringen und seinen Dienst für das Gemeinwohl wertschätzen.

Mich empört, dass unsere Gesellschaft immer weiter in arm und reich auseinanderfällt und ich das zwar – akademisch-ökonomisch korrekt – mit Globalisierung und Digitalisierung nachvollziehen und erklären kann, damit aber einerseits Eliten stabilisiere, die sich der Demokratie und dem Wettbewerb durch ihre Privilegien komplett entziehen, und andererseits „kleine Männer“ scharenweise den Radikalen in die Arme treibe, die unsere Gesellschaft und die Welt spalten, zerstören und Hass säen.

Deshalb bekenne ich mich als selbstbewußter Besserverdiener, der formal den Schutz des Staates nicht braucht, zur SPD, die mir hilft, Werte wie Nächstenliebe und Barmherzigkeit politisch zu kultivieren. Ich wähle die SPD, weil ich gesellschaftliche Probleme durch mein persönliches Engagement vor Ort selbst löse und diese Hilfe organisiere statt sie an überforderte und anonyme Institutionen zu delegieren.

Ich wähle die SPD, weil ich mich durch eigene Anstrengung in dieser Gesellschaft nach oben gearbeitet habe und trotzdem will, dass es gerecht zu geht. Denn nicht jeder hat meine Selbstdisziplin, Konstitution und Resilienz – zumindest noch nicht jetzt. Und wir lernen gemeinsam, weil wir auch nur so stark sind wie der Schwächste in unserer Gesellschaft.

Ich wähle die SPD, weil ich nicht mehr nur mit wenigen nach vorne stürmen will, sondern hinten schauen, dass wieder mehr mitkommen. Denn ein kleiner Schritt gemeinsam macht mehr Spaß und weniger Probleme als ein großer Schritt allein. Ich wähle die SPD, weil ich dieses Land und seine offene Gesellschaft liebe.

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Autorenlesung mit PV-Chefredakteur

002 Solar-Team mit Sandra
Wollen den Polit- und Liebesroman „Zen Solar“, der im Kontext der Energiewende spielt, unter die Leute bringen: Autor Heiko Schwarzburger (von rechts), Eventmanagerin Sandra Wölfer und PR-Berater Leonhard Fromm. FOTO: KELLNER

Heiko Schwarzburger, Chefredakteur der „Photovoltaik“ in Berlin, und ich sind eine Kooperation eingegangen, in der uns Sandra Wölfer, Eventmanagerin aus Aspach, unterstützt: Der ostdeutsche Ingenieur, den ich aus dem beruflichen Kontext kenne, hat nämlich bereits mehrere Bücher im Eigenverlag geschrieben, wo wir ihn nun bei der Vermarktung unterstützen.

Vor allem sein jüngsten Buch „Zen Solar – Roman einer Liebe“ hat es mir angetan, weil die Liebe eines ostdeutschen Journalisten, der über Energiethemen schreibt (!!!), zu einer Frau vor dem Hintergrund der Energiewende und des Atomausstiegs der Bundesregierung spielt. Außerdem sind Bezüge zur politischen Wende 1989, die gleichfalls ein großer Kraftakt war, deutlich verwoben.

Das 464 Seiten dicke Buch in Hardcover, das Interessierte unter order@eglund.de direkt beim Verlag bestellen oder über den Autor, Sandra Wölfer oder mich beziehen können, liest sich flott und spannend. Die faktenreiche Argumentation aus der Feder eines Journalisten lyrisch verpackt hätte ich dem Kollegen, der im Alltag gleichfalls im Nachrichtenstil texten muss, in der Perfektion und Präzision nicht zugetraut.

Der Deal entstand aus einer Laune heraus, weil ich Wölfers Schwester gleichfalls beim Schreiben eines Erfahrungsberichts über die Tourette-Erkrankung ihres Sohnes unterstütze. Da Schwarzburger ohnehin beruflich oft bei seinem Herausgeber, dem Gentner-Verlag in Stuttgart zu tun hat, sind auch die Wege kurz.

Im ersten Step wollen wir nun Autorenlesungen im Umfeld von Banken, Verbänden und Kammern (Rendite auf Energieinvestionen), Kirchen, Parteien und Bürgerenergiegenossenschaften (Bewahrung der Schöpfung, politische Ziele) sowie Kulturzentren (brauchen Frequenz in ihren Räumen) organisieren, wofür ich teils die Adressen und Ideen liefere und Sandra Wölfer die Umsetzung macht.

Nachdem der Ingenieur Schwarzburger fachlich sehr tief in der Materie der Energiewende ist, sich auf dem politischen Parkett in Berlin bewegt und viele Hersteller, deren Projekte, Entwicklungen und Strategien kennt, ist er ein wundervolles Zugpferd, um interessante und relevante Veranstaltungen zu organisieren. Dass er deshalb auch für lokale Zeitungen ein attraktiver Interviewpartner ist, der den örtlichen Veranstalter in die Medien bringt, hat Journalist Schwarzburger bei 60 Lesungen, die er bislang selbst organsierte, bewiesen.

Erfahrungsgemäß kommen 40 bis 80 Zuhörer zu seinen gut einstündigen Lesungen mit anschließender Diskussion, deren Aufwand der Veranstalter bei bislang freiem Eintritt trägt. Typischerweise verkauft Schwarzburger dann 15 bis 20 Bücher auf Anhieb, die er teils aufwändig signiert. „Zufriedene Zuhörer und faszinierte Leser empfehlen mich weiter, was zu weiteren Bestellungen führt“, sagt der Autor, dem die Vermittlung von Fakten zur Energiewende ein wichtiges Anliegen ist und der sich auf dem Podium auch spannende Debatten mit Atomkraft-Befürwortern liefert.

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Mein Verhältnis zu meinem Vater

Ehefoto meiner Eltern
Meine Eltern am 20. Oktober 1944: Hier war der Ausgangspunkt, dass das Leben weiter geht – und nach dem Mangel des Krieges in die Fülle kommt. FOTO: unbekannt

Seit ich mich mit meiner Persönlichkeit und meinen Verhaltensmustern befasse, sind sehr viel Harmonie und Klarheit in mein Leben gekommen. Mittlerweile ist dies ein siebenjähriger Weg der Veränderung, der mir viele neue Einsichten geschenkt hat und mich deutlich virtuoser in meinen Gefühlen und meinem Handeln gemacht hat.

Vor allem im Verhältnis zu meinen Kindern und meinen (Ex-)Frauen hat sich sehr viel getan. Dies hängt wiederum damit zusammen, wie sich mein Selbstbild verändert hat und damit mein Verständnis meiner Männlichkeit. Zentral hierfür war meine Aussöhnung mit meinem Vater. Über meine biographische Auseinandersetzung mit ihm habe ich in einem Männerportal geschrieben.

Ich habe mich über die vielen (positiven) Rückmeldungen, die ich für diese Veröffentlichung bekommen habe, sehr gefreut. Auch dieser Blog bietet die Möglichkeit, hier einen Kommentar zu hinterlassen, worum ich meine Leser bitten möchte. Und schließlich: Nach zwei mehrjährigen Ausbildungen biete ich heute selbst Seminare an, um Männern (und Frauen) das Geschenk zu ermöglichen, solche Schätze inneren Friedens heben zu können.

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Männer sprechen über ihre Spiritualität

001 Kerze Bibel Instrumente
Lässt offenbar keinen Mann „kalt“: Sprechen über die eigene religiöse Sozialisation.

Tief berührt möchte ich hier skizzieren, dass ein Abend zum Thema „Meine religiöse Sozialisation und wie ich heute meine Spiritualität lebe“ mit acht Männern trotz Urlaubszeit, Wintereinbruch und Erkältungen etc. in unserem Schorndorfer Büro sehr gut besucht war. Ich hatte den Abend über MKP initiiert.

Einige Teilnehmer meinten sogar, sie habe explizit dieses Thema interessiert, weshalb sie sich auf diesen Abend besonders gefreut hatten. Ich bin dazu vom üblichen Protokoll solcher Abende abgewichen. So war bereits die Klärungsrunde primär dafür gedacht, mit Männern und Menschen im Außen zu klären, die für den eigenen Glaubensweg positiv/negativ prägend waren, lästig sind oder dergleichen.

Statt Licht-Schatten-Runde bekam jeder Mann fünf Minuten, um über die religiöse Prägung seiner Kindheit etc. und dabei wichtige Personen, Erlebnisse etc. zu sprechen. Vermieden werden sollten pauschale Statements und theoretische Betrachtungen und Analysen. Um nicht in Diskussionen zu verfallen, wählten wir das Werkzeug der Klärung, das zwei-/dreimal eingesetzt wurde.

So klärte ein Mann, dass er einen anderen als missionarisch erlebt oder ein anderer drückte seine Wut aus, dass ein Redner „Verantwortung an eine vermeintlich höhere Macht abgibt, die es doch gar nicht gibt“. Dadurch wurden die „Widerreden“ fruchtbarer, produktiver und in ihren Nuancen und was jeweils darunter liegt („ich könnte auch gerne so glauben wie Du“) sichtbarer.

In Summe erlebten offenbar alle Männer viel inneren Frieden; trainierten ihr Vokabular und ihren Verstand, um über Religion/Glaube zu sprechen und erfuhren nochmals deutlich mehr über die anderen Männer (und sich selbst). Konsens war auch, dass die MKP-Bruderschaft für uns alle Teil unserer Spiritualität, Religiosität und (Glaubens-)Gemeinschaft ist. Weitere Seminare.

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VfB-Trainer Wolf: Eine Frage der Haltung

Als VfB-Fan und Gestalttherapeut habe ich selbst im Interview der Stuttgarter Zeitung mit VfB-Trainer Hannes Wolf vom Donnerstag Parallelen zu dem gelesen, was ich in meinen Seminaren anbiete und auch meinen Firmenkunden vermitteln will: Im Kern geht es nie um Techniken, sondern um Haltung. Beim 35-Jährigen Fußballtrainer liest sich das so:

„Wenn ich 90 Minuten etwas übe, es aber nur ein bisschen mache und eigentlich an etwas anderes denke, werde ich nie die Fortschritte erzielen, wie wenn ich die Bereitschaft habe, mich maximal zu konzentrieren. Das ist für mich eine Frage der Haltung. Man kann die Trainingsumfänge nicht beliebig erhöhen.

Aber das Wie, das kann man immer wieder verbessern. Und wenn sich diese Bereitschaft zur Qualität in der Gruppe steigert, ergibt sich eine Kultur. Die erhöht wiederum die Wahrscheinlichkeit des Erfolgs und der Entwicklung junger Spieler….“ Besser hätte ich es nicht sagen können. Was zählt, sind das Vorbild und das Umsetzen dessen, was man als richtig erkannt hat.

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Gospelchor in Stadtkirche zieht 1000 Besucher

Der Stuttgarter „Jesustreff Gospelchor“ hat diesen Sonntag ein Benefizkonzert in der mit 1000 Besuchern prallvollen Schorndorfer Stadtkirche gegeben. Der Spendenerlös ging zugunsten einer hauptamtlichen Stelle in der evangelischen Jugendarbeit. Damit hat sich die Premiere, die Kirchengemeinderat und Stadtrat Jürgen Dobler 2016 initiiert hatte, etabliert.

Neben der Professionalität von Band und Chor, der seit Mittwoch in einem Jugendheim am Ort geprobt und gewohnt hatte, beeindruckte mich vor allem das Charisma des Chorleiters, das in seinen kleinen Moderationen spürbar wurde, in denen er seine spirituelle Haltung zeigte und zu Gelassenheit und Fehlertoleranz ermunterte, „denn vor Gott ist niemand perfekt.“

Doch wenn der Mensch das Ebenbild Gottes ist, dann kamen Gesang und Musik den himmlischen Heerscharen doch sehr, sehr nahe. Zusammen mit Sound und Lightshow wurde das Gesamtarrangement zum spirituellen Erlebnis für alle Sinne. Dabei mussten die Akteure gnädig sein, dass das durch Konventionen geprägte Publikum im Sakralraum sich dennoch mehrheitlich brav zurück- und auf den Sitzbänken hielt statt in Mittel- und Seitengang zu tanzen.

Nach Heiligabend mit 4000 Gläubigen auf dem Marktplatz war für mich das Erlebnis des mit 1000 Menschen beseelten Gotteshauses eine Erfahrung, die mich positiv stimmte angesichts der vielen schlechten Nachrichten in Stadt, Land und Erdkreis. Doch beide Male wurde deutlich: Gott und insbesondere sein Geist sind mitten unter uns und wir sind viele. Danke, danke, danke. Halleluja.

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